Normalisierung

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Der Sinn der Normalisierung besteht darin, Redundanzen (gleiche, mehrmals vorhandene Information) zu verringern und Anomalien (z. B. einander widersprechende Dateninhalte) zu verhindern, um so die Wartung einer Datenbank zu vereinfachen sowie die Konsistenz der Daten zu gewährleisten.

Unter dem Sammelbegriff Normalformen werden Bedingungen verstanden, denen Relationen genügen müssen, um mit diesen 'vernünftig arbeiten' zu können. Normalformen gewährleisten, dass nur logisch zusammen gehörende Informationen in einer Relation zusammengefasst werden und sorgen weiter für saubere Schnittstellen. Relationen werden also einer bestimmten Norm angepasst, sie werden normalisiert.

Folgende Normalformen sind im Zusammenhang mit relationalen Datenbanken gebräuchlich:

  • 1. Normalform (es dürfen nur elementare Attribute verwendet werden)
  • 2. Normalform (Jedes Nicht-Schlüssel-Attribut darf nur vom ganzen Schlüssel abhängen, nicht von einem Teil des Schlüssels)
  • 3. Normalform (es darf keine Abhängigkeiten zwischen Nicht-Schlüssel-Attributen geben)
  • Boyce-Codd Normalform (eine Relation ist in BCNF, wenn sie die Voraussetzungen der 3. Normalform erfüllt, und jede Determinante {minimale Attributmenge, von der andere Attribute funktional abhängen} Schlüsselkandidat ist.)
  • 4. Normalform (es darf nicht mehrere, voneinander unabhängige, 1:n-Beziehungen in einer Relation geben)
  • 5. Normalform (eine Relation ist in 5NF, wenn sie sich nicht weiter in Relationen aufspalten lässt, ohne dass Information verloren geht.)

In der Regel genügt es, ein relationales Datenmodell in die 3. Normalform zu bringen um alle funktionalen Fähigkeiten der daraus resultierenden Datenbank zu gewährleisten.

Weblinks

  • Weiterführende Informationen über die Normalformen, deren Definition und die dabei anzuwendende Relationsalgebra findet man bei Interesse unter der folgenden Webadresse:

http://de.wikipedia.org/wiki/Normalisierung_%28Datenbank%29#Erste_Normalform_.281NF.29